I’m back!

Unglaublich, wie hier sechs Wochen ohne nur einen einzigen Eintrag vergehen konnten. Der Lohn für die unfreiwillige Koch- und Blog-Abstinenz: Alle Abschlussprüfungen abgehakt, überlebt und bestanden.
Dann: FREIHEIT!
Außerdem: H. zurück aus New York.
Und: 5 Tage Schottland.

Kulinarisch nicht unbedingt “the place to be”, aber was für eine Landschaft!


Bis kurz vor Abflug wusste ich nicht, wohin die Reise geht – Geburtstagsüberraschung – und erst recht nicht, dass H. einen alten VW-Bus gemietet hatte. Dementsprechend spontan fiel dann auch die Routenplanung aus.


Aber kein Problem, eigentlich wollten wir vor allem eins: herumfahren, Musik hören, entspannen.


Auf Arran campierten wir in einem Wildgehege  – was wir aber erst am nächsten Morgen bemerkten.


Verliebt haben wir uns aber in die von Paul McCartney besungene Halbinsel Kintyre,  ihre unendliche Weite und die vielen wunderschönen Plätze.

Ok, das Wetter war nicht berauschend, aber dick eingepackt haben die Spaziergänge auch bei grauem Himmel und nasskalter Witterung gut getan.


….danach gab es eine Runde Tee und ein gutes Buch auf der Rückbank.


Und dann kam am 4. Tag doch tatsächlich die Sonne raus: Frühstück im Freien!!!

Abends ein goldener Sonnenuntergang….


…und ein sehnsüchtiger Blick raus aufs Meer – ein paar Tage mehr wären schön gewesen.


Statt Fish’n Chips gab es Campingküche. Nix aufregendes, Pasta Pepperonata, Spiegelei mit Feta und Frühlingszwiebel, Couscous, Kartoffeln mit Kräuterquark – simpel aber lecker, und auch so schon eine logistische Herausforderung bei 4 qm Gesamtnutzungsfläche.

Dachte ich doch, MEINE Küche wäre klein – aber Kochen im VW-Bus toppt wirklich alles.

Brunnenkresse-Salat mit Senfdressing

Zutaten:

  • 2 Hand voll Brunnenkresse (“Watercress”)
    2 kleine Salatherzen
    1 Frühlingszwiebel

    Für das Dressing:
    2 TL grobkörniger Senf (Rôtisseur-Senf)
    1 TL Honig
    1 EL Weißweinessig
    1 EL Zitronensaft
    3 EL Öl
    Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1. Senf, Honig, Essig und Zitronensaft gut miteinander verrühren, dann langsam das Öl unterschlagen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

2. Die Brunnenkresse waschen und vorsichtig trocken schleudern. Die Salatherzen entweder vierteln oder die Salatblätter in grobe Stücke zupfen. Die Frühlingszwiebel in Ringe schneiden. Alle Zutaten mit dem Dressing vermischen.

Alternativen:

Brunnenkresse ist bei uns schwer zu bekommen, vom Geschmack her aber wirklich einmalig gut: Leicht scharf, würzig, pfeffrig, pikant. Das Dressing passt aber auch sehr gut zu Rucola oder Castelfranco.

Zubereitungszeit: 5 Minuten

Schmeckt nach: 5 Sternen: ★★★★★

außerdem gab es:

Couscous mit Steakstreifen, Sprossen und “Pea sprouts”

Zutaten:

  • 2 kleine Rindersteaks (à 120 g)
    1/2 rote Zwiebel
    200 g Couscous
    2 Hand voll Cocktailtomaten
    1 Hand voll gemischte Sprossen und Keime
    2 Hand voll Erbsensprossen (“Pea sprouts”)
    20 g Butter
    1/2 TL Cumin (Kreuzkümmel)
    Salz, Chili oder Cayennepfeffer
    150 g Vollmilchjoghurt
    Saft einer Limette
    Salz

Zubereitung:

1. Den Couscous nach Packungsanweisung kochen (heisst meist: Wasser zum Kochen bringen, den Couscous hinzufügen, vom Herd ziehen und ca. 5 Minuten quellen lassen.) Mit einer Gabel auflockern, Butter untermischen und mit dem Cumin würzen. Mit Salz und Pfeffer/Chili abschmecken.

2. Die Tomaten waschen und vierteln. Die Steaks in fingerbreite Streifen schneiden. Die Zwiebel in Spalten schneiden.
In einer Pfanne die Zwiebelspalten in etwas Öl anbraten, dann das Fleisch dazugeben und unter Rühren ca. 3-4 Minuten braten. Die Hälfte der Tomaten und die Sprossen und Keime dazugeben und alles nochmal ca. 2 Minuten pfannenrühren.

3. Den Joghurt mit dem Limettensaft verrühren, mit Salz abschmecken.

4. Den Couscous auf Teller verteilen, die Steakstreifen-Sprossenpfanne darüber geben und mit den Erbsensprossen (“Pea sprouts”) servieren. Mit dem Joghurt-Dip essen.

Zubereitungszeit: 20 Minuten

Schmeckt nach: 4 Sternen: ★★★★☆

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Der Abwasch musste bis zum nächsten Morgen warten…draußen, im Freien.


Unerfreulicherweise mussten wir die Rückreise dann anders als geplant antreten……aber nonetheless: We love you, Bully!