Hilfe, ich habe es getan!
Dabei habe ich doch nur ein bisschen bei Ellja und Robert gestöbert. Ich konnte doch nicht wissen, was für fatale Folgen das haben würde.

Jedenfalls wollte ich danach die Belper Knolle. Haben. Hobeln. SOFORT!

Tagelang von einer nicht mehr zu unterdrückenden inneren Unruhe getrieben, bin ich letzte Woche während meines Heimaturlaubs dann doch noch zum Münchner Viktualienmarkt spaziert, um mit zittrigen Händen in Susanne Hofmanns Tölzer Kasladen eine Belper Knolle zu erstehen.
Das mörderische Werkzeug – wenngleich nicht optimal, so doch funktional – befand sich bereits in meinem Besitz. Ihr seht es noch im Bild, käseverschmiert.

Zur Tatzeit befand sich außerdem im Zimmer: H., seines Zeichens Mitwisser und Profiteur. Er hat es nicht bereut. Ich sowieso nicht.

So sah das Mordopfer vor dem “Verhobeln” aus:

Ganz ehrlich?
Eigentlich geht ja nichts über weissen Trüffel, aber dieser “Schweizer Trüffel” (wenngleich da keine Blutsverwandtschaft mit einem Trüffel zu erkennen ist) hat mich wirklich umgehauen. So klein diese Knolle auch scheinen mag, das knoblauch- und pfeffergeschwängerte Aroma ist wirklich hochexplosiv und zusammen mit frischer Pasta oder auf Risotto 100 % Umami.

Damit nix vom Geschmack ablenkte, haben wir lediglich ein wenig Rucolakeimlinge und Shisokresse unter die Pasta gehoben. Ansonsten reichten ein gutes, noch leicht trübes Olivenöl und/oder Butter als Unterlage völlig aus.
Paul Fritze verriet mir später via Twitter, dass sich die Knolle außerdem sehr gut über Rosenkohl machen würde. Glaub ich ihm gern. Das sollen aber lieber mal andere ausprobieren…..

H.’s Fazit: “Siehste, du magst also DOCH Fast Food!”