Meine Sippe hat einen ausgeprägten Hang zu Familienausdrücken. Die meisten davon haben etwas mit Essen zu tun (tatsächlich!!). „Mampfig“ zum Beispiel bedeutet in etwa deftig und findet meistens Verwendung bei der Beschreibung von Gerichten wie Pasta e fagioli, Käsefondue oder Krautsalat mit Speck. „Knuspre“ ist das, was die meisten von euch Kruste nennen und um das sich meine Brüder regelmäßig zanken, wenn meine Mutter Schweinebraten macht. Und „Näpfchen-Lokale“ sind Restaurants, in denen man gerne viele kleine Häppchen serviert.

Ich liiiiiiebe Näpfchen-Lokale! Eine schier unbegrenzte Auswahl an kleinen Gerichten zu haben, die sich auf Tellerchen oder in Schälchen vor mir ausbreiten, ist für mich der Stoff, aus dem Träume gemacht sind. Dabei ist es mir völlig egal, welcher Art die Gerichte sind, schließlich ist die Näpfchen-Kultur sowohl in der chinesischen als auch in der japanischen, russischen, orientalischen, griechischen oder spanischen Kultur beheimatet. Hab ich eine vergessen? Dann bitte her mit den Tipps, ich bin für jeden Näpfchen-Wink zu haben.

Letztes Wochenende (eigentlich das vorletzte) hatte ich spontanen Heißhunger auf ein Näpfchen-Essen, aber bitte selbst gemacht. Außerdem sollten nach routiniertem Weißweintraining mal wieder ein paar freie Radikale eingefangen werden. In solchen Fällen liegt nichts näher als ein Abend mit viel Rotwein, vielen Tapas und ein paar guten Freunden. Leider vergesse ich immer wieder, wie viel Arbeit dieses kleinteilige Vergnügen macht. Wenn ihr also auf die Idee kommt, das hier nachzubasteln, rate ich euch dringend zur Aufgabenverteilung, vor allem wenn ihr viele Freunde einladen wollt (und eine einfache Gleichung besagt: Viele Freunde, viele Tapas).

In diesem Fall war die Runde allerdings beschaulich. Ich gehe das mal im Uhrzeigersinn durch, ja?

Vorne im Bild:

Gegrillte und marinierte Zucchini mit getrockneten Tomaten und Basilikum.
Gegrillte Paprikaschoten.
Ziegenkäsecreme mit Paprika.
Quarkcreme mit Kerbel.
Datteln mit Speck.
Olivencreme (Tapenade) mit Kapern.
Eingelegte Oliven.
Mit Ricotta gefüllte Auberginenröllchen.

Im Hintergrund:
Couscoussalat mit Granatapfel, Datteln, Auberginenwürfeln und Minze.
Bunter Karottensalat mit Walnüssen, Koriander und Arganöl-Gewürzdressing.

Nicht im Bild:
Gegrillte Ziegenkäsetaler mit Serranoschinken und frischen Feigen.
Außerdem die Gäste und die leeren Rotweinflaschen.

Bei so vielen Näpfchen gäbe es nun eine Menge Rezepte zu posten. Wäre auch kein Problem, wenn da nicht noch die viel dringendere Aufgabe der Award-Verleihung auf mich warten würde.

Schließlich soll die hier seit Tagen schlummernde Ehrung nicht erst 2012 weitergegeben geben. An dieser Stelle noch mal ganz herzlichen Dank an SteffenSteph und Daniela und außerdem auch an Marina von chocolat bleu, von der ich ebenfalls nominiert wurde (und deren Ringen um regelmäßige Posts mir doch sehr bekannt vorkommt).

Ich bin seit dem Umzug und dem Rattenschwanz an neuen Verpflichtungen zugegebenermaßen ein wenig „raus“ aus dem Geschehen, gebe die Ehrung aber nach bestem Wissen und Gewissen weiter an drei ganz zauberhafte Blogs, die mir in den letzten Monaten vor allem durch ihre Individualität, ihre Authentizität und ihre Liebe zum Detail aufgefallen sind.

1. Missboulette, deren unterhaltsame Anleitungen für Kimchi, Bulgogi und andere koreanische (und daher für mich exotische) Gerichte ich mit großen Augen (und noch größerem Appetit) verfolge.

2. Paul Fritze von Einfach Lecker Essen, weil sein Blog ein wenig aus der Reihe tanzt und ich Humor als elementare Zutat sehr schätze.

3. Elisabeth von Homemade Deliciousness, deren Geschmack ich uneingeschränkt teile. Fotos, Styling, Texte, nicht zu vergessen der Hingabe-Faktor. I like!!

Hier noch mal die AGB’s:

Dir wurde der Award verliehen und du möchtest ihn gerne weitergeben? Poste das Liebster-Blog-Bild und die Anleitung (der Text den du gerade liest). Außerdem solltest du zum Blog der Person verlinken, die dir den Award verliehen hat & sie per Kommentar in ihrem Blog informieren, dass du den Award annimmst & ihr den Link deines Award Posts da lassen. Danach überlegst du dir 3- 5 Lieblingsblogs, die du ebenfalls in deinem Post verlinkst & die Besitzer jeweils per Kommentar – Funktion informierst, dass sie getaggt wurden und hier ebenfalls den Link des Posts angibst, in dem die Erklärung steht.

Liebe Bloggerinen: Das Ziel, dieser Aktion ist, dass wir unbekannte, gute Blogs an’s Licht bringen, deswegen würde ich euch bitten keine Blogs zu posten, die ohnehin schon 3000 Leser haben, sondern talentierte Anfänger & Leute, die zwar schon ne Weile bloggen, aber immer noch nicht so bekannt sind.