Nee, nix Campari. Das da in der Flasche ist sauer statt bitter und außerdem echte Eigenproduktion: selbst angesetzter Granatapfelessig – alkoholfrei, fruchtig und vielseitig verwendbar. Zum Beispiel könnte ich ihn problemlos wie Campari trinken, pur und in kleinen, genussvollen Schlucken. Soll ja unglaublich gesund sein, so eine (Granat-)Apfelessig-Kur, und am besten fängt man damit gleich nach Aschermittwoch an, passend zur Fastenzeit.

Nur ich, ich kann das mal wieder nicht. Fasten meine ich. Und auch Fasching. Lieber pule ich Granatapfelkerne aus ihrer Hülle als Konfetti aus meinen Haaren. Und ob ihr’s glaubt oder nicht: Ich habe irre Spaß dabei!

Granatapfelessig

Zutaten

  • 250 g Granatapfelkerne (von 1-2 Granatäpfeln)
    60 g Zucker
    400 ml Weißweinessig
    eine faschingsfreie Küchenzone

Zubereitung

1. Die Granatäpfel keilförmig einschneiden und aufbrechen. Kerne mit der Hand herauslösen. 250 g Kerne abwiegen, in einen Topf geben, dann Zucker und Essig dazugeben. Alles langsam erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Vorsicht: Der Essig darf nicht kochen!

2. Die Flüssigkeit in einen Krug oder in ein hohes Glas füllen und mindestens eine Woche durchziehen lassen. Je länger die Früchte im Essig bleiben, desto intensiver wird der Fruchtgeschmack. Den Essig anschließend durch ein Sieb gießen und in sterile Flaschen umfüllen.

Zubereitungszeit: 20 Minuten

Granatenstark: ★★★★★

und damit macht man dann ein:

Feines Dressing mit Granatapfelessig

Zutaten

  • 4 EL Granatapfel-Essig
    2 EL Olivenöl
    1 Spritzer Zitronensaft
    1-2 TL Akazienhonig
    1-2 TL Dijonsenf
    Salz, Pfeffer

Zubereitung

1. Essig, Zitronensaft, Honig, Senf, Salz und Pfeffer in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab gut durchmixen, dann das Öl eingießen und aufmixen.
Schneller geht’s, wenn man alle Zutaten in ein Schraubglas gibt und gut durchschüttelt, so richtig schaumig-samtig wird es aber nur mit der Mix-Methode.

Passt z.B. zu Lamm, Salaten und Couscousgerichten.