Pfirsiche pochieren und von ihrer samtenen Oberbekleidung befreien ist ein Luxus, den ich mir lange Zeit nur an Sonn- und Feiertagen gönnte. Für das Officelunch oder die schnelle Feierabendsause müssen die Früchte in voller Montur dran glauben. Allerdings hat sich in letzter Zeit hier vermehrt Unmut ob ihrer starken Behaarung breit gemacht. Und auch wenn dieser Sommer nicht gerade das Gelbe vom Ei war: Pelz getragen wird hier bitteschön noch lange nicht.

Für diesen fruchtigen Salat mit Büffelmozzarella, Oliven und Walnüssen wurden die kugelrunden Sommergranaten daher erst einmal ins Spa geschickt. Ein heißes Bad samt Kneippguss und ein paar rasche Handbewegungen durch den Barbier später, sind aus den haarigen Moppelchen zarte Geschöpfe von irrisierender Schönheit geworden. Ein bisschen Minze sorgt für dezente Frische, dann lasse ich noch einmal die Pfeffermühle schnurrend ihre Kreise ziehen. Es folgt ein Happen glückgewürzte Sommerseligkeit.

Nächstes Jahr wird hier von Anfang an rasiert.

 

Salat aus pochierten Pfirsichen, Büffelmozzarella, Oliven,
Walnüssen & Minze 


Zutaten:

2 reife Pfirsiche
2 EL Weißweinessig
1 TL brauner Zucker
Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 Handvoll Minzeblätter
1 Handvoll schwarze Oliven
1 Handvoll geröstete Walnüsse
2 EL Olivenöl
1 Kugel Büffelmozzarella


Zubereitung:

1. Für die pochierten Pfirsiche die Früchte kreuzweise einritzen, kurz in kochendes Wasser legen, dann kalt abschrecken und häuten. Auskühlen lassen und in Spalten schneiden. In eine Schüssel geben und mit dem Weißweinessig, dem Zucker, etwas Salz sowie frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer marinieren.
Die Minzeblätter von den Stielen zupfen, waschen und vorsichtig auf Küchenkrepp trocknen lassen.

2. Die marinierten Pfirsiche mit der Minze, den Oliven und den gerösteten Walnüssen in eine Schüssel geben und vorsichtig miteinander vermengen. Das Olivenöl darüber träufeln und alles ca. 10 Minuten ziehen lassen.

3. Den Salat auf Teller verteilen. Büffelmozzarella in Stücke zupfen und dazu servieren. 

 

Angelehnt an ein Rezept von Bernadette Wörndl aus ihrem zweiten Kochbuch „Von der Schale bis zum Kern. Vegetarische Gerichte, die aufs Ganze gehen.“