Heißhunger auf Mouhamarra (oder Muhammara) plagt mich schon seit Wochen. Das liegt vor allem daran, dass ich hier in Hamburg noch keinen adäquaten Ersatz für meinen Lieblings-Syrer in Leipzig gefunden habe (preislich unschlagbar!). Natürlich an meiner grundsätzlichen (Vor-) Liebe für die orientalische Küche. Und nicht zuletzt an den mundwässernden Fotos von Suse und Christian.

Das Rezept zu dieser scharfen Paprika-Walnuss-Paste taucht überraschend oft in meinen Kochbüchern auf, nicht nur in den Orientalischen. Das legendäre Mezze-GU-Kochbuch besitze ich zwar nicht (warum eigentlich?!), dafür stieß ich vor ein paar Tagen auf ein neues Kochbuch (das noch nicht veröffentlicht ist, also psssst!). Und siehe da, auf S. 68 findet sich wieder mal: Mouhamarra.

Auf die Gefahr hin zu langweilen, wage ich hier also ein weiteres Posting zu Mouhamarra.

Immerhin sind auf meinem Mezze-Teller auch noch Zigarettenböreks, ein Joghurt-Koriander-Dip sowie etwas Auberginengemüse, für das mir Jens aus der Redaktion extra den Tischgrill aus der Pappschachtel geholt hat. Nettes Spielzeug, so ein Elektrodings, aber die holzkohle-gegrillten Auberginen spielen geschmacklich natürlich in einer ganz anderen Liga. Was soll’s, für’s Mittagessen hat es gereicht.

Mouhamarra – Marokkanische Paprika-Walnuss-Paste

Zutaten:

  • 500 g Spitzpaprika (aus Marokko)
    50-60 g Walnusskerne
    1 Scheibe Weißbrot mit Kruste
    1 Messerspitze Sambal (oder 1-2 frische Chilischoten)
    1 EL Honig
    1 kleine Knoblauchzehe
    1 kleine rote Zwiebel
    1 Schuss gutes Olivenöl
    frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
    Salz
    1 EL Zitronensaft
    1 TL Cumin (Kreuzkümmel)
    1 TL Paprikapulver

    Zubereitungszeit : 15-20 min.

Zubereitung:

1. Die Paprikaschoten waschen, trocken tupfen und halbieren. Auf einen Rost legen und im vorgeheizten Ofen solange backen, bis die Haut schwarze Blasen wirft. Heraus nehmen und abkühlen lassen. Häuten und die Kerne entfernen.

2. Die Walnusskerne in einer Pfanne ohne Öl rösten. Die Paprika mit den Walnüssen und den anderen Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit dem Zauberstab zu einer glatten Creme pürieren (alternativ in der Küchenmaschine gut durchpürieren).

Variationen:

Statt frischer Paprika kann man auch gegrillte Paprikaschoten aus dem Glas nehmen (spart auch Zeit). Allerdings sind diese Paprika meist in Essig eingelegt, was die Paste ein wenig säuerlicher macht.


Zigarren-Börek mit Schafkäse:

Zutaten:

200g Schafkäse (Feta)
Kräuter nach Belieben (glatte Petersilie, Koriander, Minze)
1 Ei
1 TL rosenscharfes Paprikapulver
frisch gemahlener Pfeffer
6 runde Blätter Yufka- oder Filo-Teig (gibt’s beim Türken)

Zubereitung:

1. Den Schafskäse mit einer Gabel fein zerdrücken. Wenn er sehr salzig ist, kann man ihn vorher ca. 15 Minuten in kaltes Wasser legen.

2. Die Kräuter waschen und trocken schütteln. Evtl. die groben Stiele abknipsen, dann fein hacken. Die Kräuter mit dem Ei zum Käse geben und alles gut vermischen. Mit Paprika und Pfeffer abschmecken. (Vorsicht: Besser kein Salz, da der Käse immer noch salzig genug ist).

3. Nun die Teigblätter vorsichtig voneinander lösen (der Teig ist sehr dünn, daher aufpassen, dass er nicht reißt). Jeweils 2 große Blätter aufeinanderlegen und – wenn der Teig nicht sowieso schon in Dreiecke vorgeschnitten ist – in gleich große “Kuchenstücke” schneiden.

4. Auf dem breiten Ende der Teigblätter je ein Häufchen der Schafskäsemasse setzen.

Die Teigränder mit kaltem Wasser einpinseln, dann den Teig vom breiten Ende her wie Zigarren aufrollen. Die Ränder gut andrücken.

5. Wer mag, kann die Börek nun in heißem Öl ca. 3 Minuten frittieren. Ich lege sie einfach mit etwas Butter oder Öl eingepinselt auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und lasse sie ca. 10-15 min. backen.