Nettes Frühstück? An einem verregneten Sonntag vor 2 Wochen gab es Bio-Nussbrot, Guantaloupe-Melone und Estragonschinken, Birne und Käse, Walnüsse und Kefir mit Honig. Allerdings hat sich in dieses Post ein Fehler eingeschlichen. Wer findet ihn?
Also gut, ich verrate es euch: Dieses Frühstück fand nicht in Leipzig statt. Auch nicht in München. Und im Urlaub war ich auch nicht.

Es wird Zeit für ein Geständnis.
A) ich bin umgezogen
B) in die schönste Stadt Deutschlands
C) es ging alles so schnell, dass ich es erst mal selbst verarbeiten musste
D) daher die Funkstille
E) wie Effilee.

Endlich ist es raus: Mitte Mai habe ich Leipzig den Rücken gekehrt, erstmal auf Zeit, aber wer weiss…..
Es gab viel viel viel zu tun: Kisten packen, eine WG in Hamburg suchen, Uni-Kram organisieren (schließlich warten dort noch ein paar Abschlussprüfungen auf mich), etliche Artikel für den kreuzer schreiben, die ich fest zugesagt hatte, Behördengänge, Abschiedstränen, Eating down the fridge usw. Obwohl dies bei weitem nicht mein erster Umzug war (und eigentlich war es ja nur ein halber, da die Wohnung in Leipzig noch nicht ganz aufgelöst ist), bin ich immer wieder erstaunt, was für einen Rattenschwanz an Arbeit so ein Wohnungs-/Ortswechsel nach sich zieht. Letztlich ist so ein Umzug wie eine Trennung von einem Partner: Man will immer gleich sein gesamtes Leben umkrempeln, die Frisur ändern, von Vorne anfangen.

Okay, die Frisur ist immer noch die Gleiche, aber mein Leben hat sich doch ziemlich verändert. Neue Stadt, neues Glück, neuer Biorythmus. Ich, die Nachteule, die morgens schwer hochkommt und sich am Liebsten um 2 Uhr nachts an die Texte setzt, habe nun eine 9 to 5 -Woche, hieve mich mit viel Kaffee und einer kalten Dusche morgens um 7 Uhr aus dem Bett und komme abends mit vollem Kopf nach Hause, wo leider noch die Bücher auf mich warten. That’s not always fun.

Aber hey, es ist trotzdem toll! Ich bin glücklich!

Weil ich dort gelandet bin, wo ich immer hinwollte. Ich bin Teil eines wunderbaren Magazins, das mit E anfängt und mit ffilee endet. Gut, erstmal nur für ein halbes Jahr. Und als Redaktionspraktikantin. Egal. Ich lebe einen Traum.

Was die Wohnsituation betrifft, so wird auch da bald alles gut. Max, mein neuer Mitbewohner – Regisseur, trinkfest, momentan mit Bänderzerrung –  hat dieses Wochenende alles gegeben, damit das Chaos, das meine Vorgängerin bei ihrem Auszug hinterlassen hat, bald ein Ende hat und wir uns endlich wohlfühlen können.
Das Wohnzimmer steht


die Küche halb

und ab morgen haben wir auch eine funktionstüchtige WaMa. Der Rest wird folgen,  peu a peu.

Mein neues Zuhause ist nun die Schäferstraße, 12 Radminuten zur Arbeit, direkt gegenüber liegt der Schanzenpark, Planten un Blomen ganz nah, ganz zu schweigen von Cafes, Restaurants und der Szene Hamburgs. Oh, du schönes Schanzenviertel.

Manchmal fühlt es sich noch etwas einsam an, vor allem in einer so großen und lebendigen Stadt wie Hamburg. Aber es gibt Wein und Lost und einen geliebten Menschen am anderen Ende Deutschlands, mit dem man telefonieren kann und dank dem man sich nicht ganz so “lost” fühlt.

Das wollte ich nur mal loswerden.