Neulich, Alice im Wunderland:
Eigentlich auf der Suche nach einem simplen Küchensieb, wanderte auf wundersame Weise auch dieser Julienneschäler in den Einkaufskorb der unschuldig Verführten. Kaum zuhause, schloss sie sich in ihrer Küche ein und blieb dort tagelang, ohne zu ruhen und zu rasten und schnitt und schnippelte und schälte, bis ihre Finger brannten.
Da erhob sich der Julienneschäler auf wundersame Weise und fing an, von selbst zu schälen und er schälte das gesamte Gemüse, von hinten bis nach vorne und wieder zurück. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann schälen sie noch heute.

Seit letztem Freitag bin auch ich Besitzerin dieses kleinen Werkzeugs. Is zwar nicht der Schönste, aber er tut brav seinen Dienst. Für all jene, deren Synapsen noch ordentlich funktionieren, stellt sich natürlich die Frage, ob man so was wirklich braucht. Für Kochverrückte gibt es nur eine einzige Antwort:

“Ich konnte ohne Julienneschäler einfach nicht mehr leben!”

Nun hängt das tapfere Schneiderlein ganz beseelt neben meinem Sparschäler und der Mikroplane-Reibe und ich schnitze seit Tagen überglücklich mein Gemüse in zarte, hauchdünne Streifen. Karotten, Zucchini und Gurken, Kohlrabi, Rettich und Kartoffeln. So wie Alice.

Nur sprechen kann er nicht, mein Julienneschäler.

Schade eigentlich.